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Tatsachen:

23.November 2011:

Die SPD/CDU-Koalition im Land Berlin beschließt, „den Gasleuchtenbestand Berlins auf Elektroleuchten umzurüsten“.

Das bedeutet: Der Berliner Senat wird die gesamte historische Gasbeleuchtung Berlins zerstören und durch 44.000 Elektrolampen ersetzen.

Das wiederum bedeutet: Gravierend höhere CO2-Emissionen und erneute schwere Naturzerstörungen, die der Erzeugung des zusätzlichen Stroms aus Braunkohle folgen.

Die offizielle Begründung des Beschlusses vom 23. Nov. 2011:

1. „aus klimapolitischen Gründen“. Tatsächlich jedoch beträgt der Anteil des Gaslichts an den gesamten CO2-Emissionen Berlins lediglich 0,17 %.

2. „wegen der Kostenentwicklung“. Tatsächlich jedoch hat der Berliner Senat die Frage des umfassenden Vergleichs der Erdgas-Kosten mit den Strom- und Investitionskosten stets unbeantwortet gelassen. Allein die Investitionskosten werden auf mindestens
170 Millionen Euro geschätzt.
Die Proteste von Bürgerinitiativen bleiben seitdem ohne Gehör beim Berliner Senat.

2014:

Das zunächst lokalpolitsche Thema erlangt jetzt Bedeutung über die deutsche Hauptstadt hinaus:

Der World Monuments Fund in New York nennt auf seiner Watch List 67 Objekte des kulturellen Welterbes, die von Untergang oder Zerstörung bedroht sind. Zu ihnen gehören als einziges Objekt in Deutschland das Gaslicht und die Gaslaternen Berlins. Deren Erhaltung fordern auch die renommierten Denkmalschutz-Organisationen Europa Nostra, Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz und Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Kuratorium Berlin. Jedoch werden die Forderungen von den Verantwortlichen des Landes nicht beachtet.

Mai 2014:

Durch die rigorose Abriss-Politik des Berliner Senats sind bereits 6.000 der 44.000 historischen Gaslaternen Berlins zersägt worden, um sie der Verschrottung zuzuführen.
Stattdessen hat der Senat bisher 6.000 Elektrolampen mit Quecksilber-Dampf errichtet.

Laternen-Kopf: liegt am Boden
Mast: geknickt

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